„Bild“ erklärt Paris Jackson zum #Madonna-Double

Madonna - Paris Jackson

„Bild“ (12.11.2019)

Die Zeitung spielt verbal eine Art Mystizismus aus,

als hätte Madonna (61) nun wirklich ihren Jungbrunnen gefunden …

Eine seltene Variante solcher Vergleiche innerhalb des Prominenten-Casts, der im Verlauf der Historie visuell austauschbar wirkt, bezeichnenderweise aber nicht in der Sache reflektiert, sondern mit der Schein-Behauptung einer biologischen Verwandtschaft, von der jeder weiß, dass sie nicht existiert (die aber in Internet-Verschwörungstheorien bei jeder nicht gleich widerlegbaren Gelegenheit durchaus ausgespielt werden könnte).

So ergibt sich das Paradox, dass die „Bild“ zwar offensichtlich keine solche Verschwörungstheorie betreibt (eben bei diesem Beispiel auch sicher geht, dass keiner sie so verstehen wird), gleichzeitig aber deren visuellen Effekt ausspielt, eine Art ins rein Spielerische gewendeter Skandal-ähnlicher Gestus.

KISS – „Dynasty“ (1979)

Sänger und Rhythmusgitarrist Paul Stanley äußerte sich zur Entstehung des Albums so: „Ich stehe voll und ganz hinter Dynasty, nur bin ich mit der Produktion von einigen Songs nicht ganz einverstanden, es klingt manchmal einfach zu steril. Dadurch ging uns ein wenig die Schärfe verloren, es klang genauso wie Unmasked nach Weichspülmusik. Peter hatte bei Dynasty mit allerhand Problemen zu kämpfen, und die Band stand unter großem Druck, weshalb sie sich allen möglichen Lastern und Ablenkungen hingab. Aus diesem ganzen Chaos ist dann das Album entstanden. Die Produktion wird den meisten Songs nicht gerecht, aber das war damals für uns kein Problem. Wir versuchten verzweifelt, der Band etwas mehr Stabilität zu verleihen, und das Album erschien uns so sicherer. Bill [Aucoin, Manager, Anm.] war der Meinung, wir sollten ein breiteres Publikum ansprechen. Wir fragten uns natürlich, warum, doch darauf sollten wir nie eine Antwort bekommen. Das beste Mittel gegen zu aggressive Musik ist, die Gitarren herunterzudrehen und einen Synthesizer zu verwenden […]. Songs wie ‚Magic Touch‘ oder ‚Sure Know Something‘ hatten in Wirklichkeit weitaus mehr Pfiff, als auf dem Album zu erkennen ist. Dennoch landeten wir ausgerechnet mit einem Song von diesem Album unseren größten internationalen Hit [I was Made for Lovin‘ You]. Das Album markierte einen Richtungswechsel, es spiegelte mehr oder weniger unsere damalige Situation wider.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Dynasty_(Album)